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Jahreshauptversammlung der Verdener

Passend zum Dreijahresthema des NLV „Demokratie meint dich “hörten die Verdener Landfrauen einen Vortrag über Anita Augspurg. Da die Februarversammlung auch die Jahreshauptversammlung ist, blickte die erste Vorsitzende Mechthild Lüdemann im Hotel “Zur Linde“ in Hutbergen zu Beginn der Versammlung auf ein ereignisreiches Vereinsjahr zurück. In den Jahresbericht erinnerte Schriftführerin Helga Hustedt an zahlreiche Veranstaltungen, Vorträge, Fahrten und kreative Angebote. Dass auch die Finanzen stimmen, konnte Kassiererin Martina Meyer mit Zahlen und Fakten belegen. Derzeit gehören 485 Mitglieder dem Verein an. Marion Reinhold vom Fahrtenausschuss stellte das neue Fahrtenprogramm vor und hofft auf rege Beteiligung. Die Tagesfahrten gehen unteranderen ins Ammerland, nach Lüneburg und Lübeck. Auch ist eine Führung im Bremer Ratskeller dabei. Die mehrtägige Fahrt geht nach Bamberg und Bayreuth. Für die Radlerinnen sind Touren ins Alte Land und entlang der Aller geplant. Für fünf Tage geht es mit dem Fahrrad in den Spreewald. Die neuen Programmhefte werden Anfang März durch die Ortsvertreterinnen verteilt. Nach den offiziellen Teil konnte Mechthild Lüdemann Petra Dzudzeck- Edler begrüßen .Die Kunsthistorikerin berichtete in ihren Vortrag über „Anita Augspurg - Spuren in Verden“ Die Frauenrechtlerin und Pazifistin wurde 1857 in Verden geboren und war eine Vertreterin des radikalen Flügels der bürgerlichen Frauenbewegung. Sie wurde Lehrerin, Schauspielerin, Fotografin und die erste promovierte Juristin Deutschlands. Augspurg gründete 1902 den ersten deutschen Verein für Frauenstimmrecht und stritt erbittert für eine neue Reform des Bürgerlichen Gesetzbuches. Während des ersten Weltkrieges engagierte sie sich in der Friedensarbeit. Nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten fand Augspurg mit ihrer Lebensgefährtin Lida Gustava Heymann Exil in der Schweiz, wo sie beide 1943 starben. Die Referentin schilderte die verschiedenen Stationen der starken Frau ausführlich und interessant. Alle Anwesenden waren froh, nicht in dieser Zeit gelebt zu haben.

Text und Fotos: Helga Hustedt

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