Radreise Leipziger Neuseenland
- Edda Hesse
- vor 3 Tagen
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Vier erlebnisreiche Tage verbrachten 20 Verdener Landfrauen im Leipziger Neuseenland. Früh morgens wurden die Fahrräder in Verden in den Fahrradanhänger verladen und munter ging es mit dem Busfahrer Steffen auf Tour. Gegen Mittag nahm Reiseleiter Mirko die Landfrauen in Empfang und gab am Aussichtspunkt Tagebau „Vereinigtes Schleenhain“ einen ersten Einblick in den Werdegang der Tagebauten. Der Tagebau Schleenhain ist noch aktiv und dient ausschließlich der Kohleversorgung des markanten Kraftwerks Lippendorf. Die erste Etappe mit dem Fahrrad führte dann durch die abwechslungsreiche Landschaft, die durch den Wandel ehemaliger Braunkohlegebiete zu einer Seenlandschaft geworden ist. Entlang der Weißen Elster ging es zum Zwenkauer See, mit knapp 10 Quadratkilometern das größte Gewässer. Immer wieder boten sich schöne Ausblicke und Gelegenheiten für kleine Pausen. Am Abend klang der erste Reisetag in geselliger Runde aus.
Am zweiten Tag brachte Steffen die Radlerinnen mit dem Bus nach Windischleuba .Mirko erzählte während der Fahrt viel Interessantes über den Braunkohleabbau, von den Ortschaften, die dem Kohleabbau weichen mussten, es waren 150, das Gebiet sah aus wie eine Mondlandschaft, und von der Völkerschlacht bei Wachau. Mit dem Fahrrad ging es dann wieder durch die schöne Natur über Bornau zurück zum Hotel.
Am Morgen des dritten Tags war Reiseleiter Dirk dazu gekommen und die Gruppe wurde geteilt. Auf ruhigen Nebenstraßen, vorbei am Cospudener See ging es Richtung Leipzig. Es wurden Pausen am 35 Meter hohem Aussichtsturm „Bistumshöhe“ oder an der Fahrradkirche – eine Kirchenruine in Zöbigker- eingelegt. Es gab immer wieder Momente, die schöne Landschaft zu genießen. 12 Milliarden Euro wurden bislang für die Renaturierung , Bepflanzung und Radwege ausgegeben. Ein richtiges Urlaubsparadies, bei vielen aber noch unbekannt. Mit den Fahrrad durch den Palmenpark, vorbei an der „Red Bull- Arena in die Leipziger Innenstadt war, dank Reiseleiter, kein Problem. Zu Fuß ging es auf zur Stadtführung mit der Thomaskirche, Nikolaikirche, Handelsbörse und Auerbachkeller. Anschließend blieb noch genügend Zeit für einen gemütlichen Kaffeebummel. Der Bus brachte dann die etwas müden Landfrauen wieder zum Hotel.
Am letzten Reisetag wurden die Koffer morgens in den Bus verladen, bevor es mit dem Fahrrad zur letzten Etappe ging. Entlang am Markkleeberger See , dem Strömthaler See, mit einem Stopp an der Kirchenruine Wachau und dem Bergbau- Technik- Park erreichten die Radlerinnen den Parkplatz, auf dem der Bus wartete. Während Steffen die Fahrräder verstaute, konnten die Landfrauen noch ein leckeres Fischbrötchen und Eis genießen.
Vier Tage lang zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite. Sonnenschein begleitete die Landfrauen auf allen Etappen und trug ebenso wie die gute Organisation durch Dörte Precht- Smorra und den tollen Reiseleiter Mirko zum Gelingen der Reise bei. Besonders in Erinnerung bleiben werden jedoch die herzliche Gemeinschaft, die vielen fröhlichen Gespräche und die gesellige Atmosphäre. So kehrten die Verdener Landfrauen mit zahlreichen schönen Eindrücken und vor allem mit viel neuem Wissen wohlbehalten nach Verden zurück. Ein besonderer Dank ging auch an den Busfahrer Steffen. Insgesamt wurden etwa 140 Kilometer geradelt, zum Glück ohne Panne.










Text und Fotos: Helga HUstedt






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