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Achimer Landfrauen auf Radtour durch das Leipziger Seenland


Mit großer Vorfreude und bester Stimmung starteten 25 Achimer Landfrauen früh am Morgen des 15.6. zu einer mehrtägigen Radreise in das Leipziger Seenland. Schon die Anreise versprach ein besonderes Erlebnis – und die Erwartungen wurden in den folgenden Tagen sogar übertroffen.

Bereits am ersten Tag ging es direkt auf die Räder. Am Ausgangspunkt der ersten Tour, einem noch aktiven Braunkohle-Tagebau, wurden die Fahrräder ausgeladen. Dort erwartete die Gruppe bereits ihr Guide, der interessante Einblicke in die Region vermittelte. Beeindruckt, und zugleich erschüttert, zeigten sich die Landfrauen von den gewaltigen Ausmaßen der Tagebaugrube. Rund 80 Meter tief und mehrere Kilometer im Umfang machte deutlich, wie stark der Mensch die Landschaft verändert hat. Anschließend führte die erste Etappe zum Hotel.

Ein weiterer Höhepunkt war die Besichtigung der Stadt Leipzig. Durch eine reizvolle Landschaft mit zahlreichen Wasserläufen, Kanälen und viel Grün radelte die Gruppe direkt ins Stadtzentrum. Die lebendige Metropole begeisterte mit ihren historischen Gebäuden und vielfältigen Sehenswürdigkeiten. Für viele Teilnehmerinnen stand fest: Leipzig allein ist bereits eine Reise wert.

In den folgenden Tagen erkundeten die Achimer Landfrauen das Leipziger Seenland. Die mehr als 20 Seen der Region sind aus ehemaligen Braunkohle-Tagebauen entstanden, die nach ihrer Stilllegung geflutet wurden. Heute präsentieren sich die einstigen „Löcher“ als beeindruckende Naherholungsgebiete mit einer vielfältigen Flora und Fauna. Die Teilnehmerinnen waren fasziniert davon, wie schnell sich die Natur die Landschaft zurückerobert hat. Neben den landschaftlichen Eindrücken erfuhren die Radlerinnen auch viel über die bewegte Geschichte der Region. Besonders nachdenklich stimmten die Berichte über die zahlreichen Dörfer, die dem Braunkohleabbau weichen mussten, sowie über die Menschen, die ihre Heimat verloren hatten und enteignet wurden.

Vier Tage lang führte die Tour durch idyllische Natur, entlang glitzernder Seen und durch lebendige Orte. Auch das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite. Die wunderschöne Landschaft und das hervorragend ausgebaute Radwegenetz übertrafen die Erwartungen aller Teilnehmerinnen.

Mit vielen neuen Eindrücken, schönen Erinnerungen und gestärktem Gemeinschaftsgefühl kehrten die Achimer Landfrauen nach Hause zurück. Eines steht bereits fest: Die Vorfreude auf die nächste gemeinsame Radreise ist groß. Denn solche Erlebnisse verbinden und bleiben noch lange in Erinnerung.                                                                                


Ingrid Künzel


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