Verdener Landfrauen unterwegs

Es war ein etwas anderer Ausflug, den die Verdener Landfrauen am vergangenen Sonntag zusammen mit Partnern unternahmen.

Als erstes Ziel wurde der Truppenübungsplatz Bergen angesteuert. Gemeinsam mit einem engagierten Führer lernte die Gruppe einen Teil des 28.900 Hektar großen Gebietes näher kennen. Eine 65 km lange Panzerringstraße schlängelt sich durch das Areal. Sie wird teilweise öffentlich genutzt. An Versorgungs- und Instandsetzungshallen, weitläufigen Schießbahnen für die übenden Truppen sowie ehemaligen Kasernenblocks vorbei ging die Rundreise mit dem Bus. Die militärische Nutzung des Geländes steht im Vordergrund. Aber es erfolgt auch land- und forstwirtschaftliche Nutzung. Streuobstwiesen und Schafherde gehören ebenso zum Bild.

Die wechselvolle Entwicklung des Truppenübungsplatzes seit Mitte der 1930er Jahre bis zur aktuellen Nutzung ist ein interessantes Stück Geschichte. Zu Beginn wurden viele Höfe umgesiedelt. Dies geschah häufig gegen den Willen der dort lange ansässigen Bauernfamilien. Der Besuch einer Grabanlage aus der Jungsteinzeit (die Siebensteinhäuser) stand ebenso auf dem Programm wie eine Pause in der dortigen Fachwerkkirche.

Am Nachmittag ging es weiter zum internationalen Gedenkort Bergen-Belsen. Im 2007 neu errichteten Dokumentationszentrum war es möglich, sich einen ersten Überblick zu verschaffen. Dauerausstellung und Medienstationen vermitteln eindrückliche Informationen über den Zeitraum von der Einrichtung des Konzentrationslagers bis zur Befreiung 1945.

Der abschließende Spaziergang führte über die weitläufige Anlage des historischen Lagergeländes mit Obelisk und Inschriftenwand, Mahnmalen, Gräbern und Gedenkzeichen. Informationsstelen geben Erklärungen zu den einzelnen Stationen der Gedenkstätte. Nur noch wenige Fundamente weisen auf das frühere Lager hin.

Die Reisegruppe kehrte mit vielen interessanten, teils sehr nachhaltigen Eindrücken zurück.

Text und Fotos: LandFrauenverein Verden u.U.