Plötzlich ging nichts mehr

Wie bei vielen Vereinen veränderte die Corona-Pandemie auch bei den Landfrauen Posthausen das Vereinsleben. Deren 1. Vorsitzende Anja Meitza-Behling zieht Bilanz.

Wie haben Sie das Landfrauenjahr erlebt?

Einschließlich der Jahreshauptversammlung Anfang März fing das Jahr wie immer mit gut besuchten Veranstaltungen an. Und dann .. ging nichts mehr. Die gemeinsamen Vortragsveranstaltungen, die neben der Information über politische, gesundheitliche oder ökologische Themen auch der Geselligkeit dienen, konnten seit Mitte März nicht mehr stattfinden. Geplante Kulturveranstaltungen, wie der Besuch des Weyher Theaters oder des Moormuseums im Emsland, fielen aus. Die Lockerungen im Sommer ließen nicht genügend Spielraum und Zeit etwas Anderes zu organisieren.

Auch das Landfrauen-Cafe`im Heimathaus musste schließen.

Und Sie haben Neus ausprobiert: Online-Seminare

Während dieses von den "Jungen Landfrauen" gut angenommen wurde, zeigte sich, dass die Arbeit mit den Neuen Medien bei einem Großteil der älteren Vereinsmitglieder noch auf Skepsis stieß. Um den Kontak zu den Frauen nicht ganz zu verlieren, verteilten die Ortsvertreterinnen vom Vorstand Gruß- und Informationschreiben und zuletzt Weihnachtskarten, die der Landesverband in Hannover zur Verfügung stellte.

Was ist für 2021 geplant?

Zur Zeit ist nichts planbar. Die Ende 2019 organisierten Vortragsversammlungen für Januar bis März 2021 werden kurzfristig zu- oder abgesagt, je nach Bestimmungen. Wie sich dann die Besucherzahlen entwickeln, müssen wir abwarten. Einerseits ist man froh, dann endlich wieder andere Vereinsmitglieder zu treffen. Andererseits ist im Hinterkopf immer der Gedanke an die Gefahr einer eventuellen Ansteckung mit dem Virus. Ein Großteil der Landfrauen zählt schließlich zu den sogenannten Risikogruppen.

Ich hoffe, dass die von den Landfrauen gerne besuchten Kultureinrichtungen und die als Vereinslokale dienenden Gastronomiebetriebe diese Krise auch überleben werden.

Bericht:
Rotenburger Rundschau