Landfrauen und Erntedank

-Traditionsveranstaltung unter Coronabedingungen in Daverden-
„Wir sind nur Gast auf dieser Erde"

Erntedank trotz Corona-Krise wollten jetzt die Landfrauen des Landvereins Achim und Umgebung feiern - wenn auch unter Einhaltung der gültigen Abstands- und Hygieneregeln.

Als kommissarische Vorsitzende begrüßte Sigrid Hustedt am Mittwoch die 50 Landfrauen im Waldschlösschen. In Ihren Begrüßungsworten erwähnte sie nicht nur die in diesem Jahr zufriedenstellende Ernte, sondern auch die Probleme in der Landwirtschaft sei es u.a. durch Absatzschwierigkeiten in den Coronazeiten oder zuletzt auch noch die „afrikanische Schweinepest“.

Nach den Worten „Wir sind nur Gast auf dieser Erde und haben nur diese eine Erde, begrüßte Sigrid Hustedt die erste Referentin des Nachmittags, Frau Pastorin Marina Kortjohann aus Achim.

„Unser täglich Brot gib uns heute“ - diese Bitte aus dem Vaterunser, das Jesus schon seine Jünger gelehrt hat, kennt jeder Christ. Doch was ist damit gemeint? Zum täglichen Brot gehören nicht nur die Nahrungsmittel, sondern auch Trinken, Kleider, Schuhe, das Haus oder der Hof,der Acker, das Vieh und auch das Geld, aber ebenfalls – ganz wichtig – gute Freunde und Nachbarn.Für eine gute Ernte wird nicht erst seit dem Christen – und Judentum gedankt. Leider berührt uns dieser Erntedank weniger, denn es gibt alles zu kaufen, selbst z.Zt. in dieser Krisenzeit, auch wenn es etwas teurer ist. Uns geht es gut! Aber wir müssen umdenken, unser Konsum hat auch Auswirkungen auf den Klimawandel und es landen leider immer noch zu viele Lebensmittel im Müll.

Ganz aus Edewecht – in der Nähe der Fläche für die ehemalige Landesgartenausstellung- kam Anne Bunjes zur Erntedankveranstaltung. Sie stellte sich als Floristin vor, die auch Referentin der Gartenakademie Rostrup ist und dort Kurse gibt.Ihr Ehemann ist ausgebildeter Gärtner und Florist. 5 Jahre lang war sie am Bodensee. Sie hält viele Vorträge bei diversen Landfrauen,sodass sie auch gern nach Daverden gekommen ist. „Bei der tollen Tischdekoration hier, hätte ich gar nicht kommen brauchen“, stellte sie zu Beginn ihrer Ausführungen fest. Doch dann machte sie sich ans Werk, um mit einfachen Mitteln Dekorationen aus Natur und Garten individuell und wirkungsvoll umzusetzen. Ein paar Handbewegungen und schon war wieder ein Dekorationsstück fertig- auch jeweils zur passenden Jahreszeit.Sie reichte die geschaffenen Werke durch die Tischreihen,damit jede der Landfrauen sehen konnte wie einfach es ist, einen schönen Türkranz oder Tischdekorationen zu schaffen. Anschließend bot sie die hier geschaffenen Dekorationsstücke auch zum Kauf an.

Unter Beachtung sämtlicher Abstands- und Hygieneregeln wurde es ein sehr angenehmer Nachmittag.

Bericht und Fotos: Wolfgang Hustedt/Achimer Kreisblatt