Landfrauen nähen Mund-Nase-Masken

-Große Nachfrage aus Heimen und Praxen-

Ihren Teil zur Erleichterung der Arbeit von Pflegekräften, Therapeuten und Seniorenbetreuern möchten die Verdener Landfrauen im Landkreis Verden leisten. Angesichts des verbreiteten Mangels an Mund-Nasen-Masken haben sie sich an die Nähmaschinen gesetzt und versuchen, in der Corona-Krise Abhilfe zu schaffen.

"Bis heute konnten wir 414 Mund-Nase-Masken abgeben und werden in den nächsten Tagen noch viele weitere genähte an soziale Einrichtungen verschenken", berichtete die Vorsitzende, Mechthild Lüdemann.

Was sie und die anderen Frauen im Verein neben der täglichen Arbeit erstellt haben, sei natürlich kein medizinischer Mundschutz, warnt Mechthild Lüdemann vor Missverständnissen. "Es sind Behelfsmasken (Mund-Nase-Masken) , die vor dem ersten Gebrauch bei mindestens 60 Grad gewaschen werden müssen". Der Stoff sei vor der Vearbeitung bereits einmal gewaschen worden. Dann wird er mit Bändern und Nasenverstärkung nach verschiedenen Schnittmustern verarbeitet, die zuvor ausprobiert und für gut befunden wurden.

"Wir begleiten die Aktion um die Älteren und Kranken zu schützen. Uns ist es wichtig, dass wir die Masken in Arztpraxen, Seniorenheimen und Diakonie, Pflegeservice, Physiotherapiepraxen und soziale Einrichtungen abgeben", berichtet die 1. Vorsitzende der Verdener Landfrauen, Mechthild Lüdemann.

Angesichts des in der Pandemie großen Bedarfs könnten die Damen natürlich nicht den kompletten Mangel ausgleichen. "Wir bekommen jetzt immer mehr Anfragen. Das ist verständlich, aber wir können bislang nicht den privaten Bereich bedienen" bittet Mechthild Lüdemann um Verständnis.

Die Landfrauen tun eben, was sie können. Damit sei mehr verbunden als die Arbeit an der Nähmaschine. 57 Dörfer gehören zum Landfrauenverein Verden mit ihren 40 Ortsvertrauensfrauen. Die Mund-Nase-Masken werden abgeholt, gesammelt und in die Praxen und Heime gegeben.

Foto: Landfrauenverein Verden