„Wie Wir wurden - wie Wir sind“ – Das Wirtschaftswunder

- Erinnerungen an die 50er Jahre -

Der LandFrauenverein Achim und Umgebung hatte Herrn Dr. Wolfgang Borchardt aus Clausthal-Zellerfeld als Referent zum Thema „Wirtschaftswunder“ Gasthaus Gerken in Achim-Uphusen zu Gast.

60 Landfrauen lauschten seinem Vortrag und konnten ihre Erinnerungen auffrischen.

Dr. Borchardt begann seinen Vortrag mit einem Schlager aus der Zeit „Ach, sag doch nicht immer wieder Dicker zu mir“, er sollte auf den Beginn des Wirtschaftswunders hinweisen, auf den rasanten wirtschaftlichen Aufstieg der Wirtschaft in Westdeutschland nach dem 2. Weltkrieg. Das Wirtschaftswunder war gekennzeichnet z.B. durch hohe Wachstumsraten des realen Sozialproduktes besonders in den 1950er-Jahren, wachsenden materiellen Wohlstand (Nachholbedarf an Essen, Bauboom, Reisen, Mobilität z.B. VW Käfer usw ) sowie auch den Abbau von Arbeitslosigkeit trotz des Zustroms von Flüchtlingen.

Der schnelle Aufstieg wurde durch verschiedene Rahmenbedingungen wie die Währungsreform, den Marshallplan und die Einführung der sozialen Marktwirtschaft sowie die Leistungsbereitschaft und den Aufbauwillen der Bevölkerung ermöglicht und v.a. mit Ludwig Erhard, dem 1. Wirtschaftsminister der BRD, verbunden.

Jede seiner Ausführung unterlegte Dr. Borchardt mit entsprechenden passenden Schlagern aus der Zeit wie z.B.:““ Schaffe, schaffe, Häusle bauen, „Capri Fischer“, „Heimweh“ und zum Abschluss das Lied von Peter Alexander „Die süßesten Früchte fressen nur die großen Tiere“, auch hier eine Anspielung an die aufwärts gehende Zeit.

Für diesen sehr interessanten und lockeren Vortrag bekam Dr. Borchardt dann viel Zustimmung und Applaus.

Bericht und Fotos: Marie- Luise Wilkens