„Tradition ist bewahrter Fortschritt, Fortschritt ist weitergeführte Tradition“

„Tradition ist bewahrter Fortschritt, Fortschritt ist weitergeführte Tradition“ mit diesem Zitat von Carl Friedrich von Weizsäcker begann Annameta Rippich ihren Rückblick auf 18 Jahre KreislandFrauenarbeit. Neben den Verpflichtungen in Betrieb und Familie war dieses Ehrenamt 2001 eine neue Herausforderung, als sie zur 2. Stellvertretenden Kreisvorsitzenden gewählt wurde. 2005 wurde sie dann stellvertretende >K>reisvorsitzende und wurde dann 2009 zur Vorsitzenden im Kreisverband Verden der Landfrauen Verden gewählt.

„Als Vorsitzende lag mir das Miteinander aller fünf Ortsvereine mit dem Kreisverband am Herzen“ sagte sie rückblickend. „Mittlerweile bin ich 50 Jahre LandFrau, davon 16 Jahre Ortsvertrauensfrau und seit dem Jahr 2000 bereits Vorsitzende im Ortsverein Achim. Von diesen 50 Jahren waren es 36 Jahre Arbeit und Einsatz für die LandFrauen. „Die Mitarbeit und Unterstützung in den fünf Vereinen sowie der unermüdliche Einsatz der Beraterinnen wie Johanna Tacke, Elke Rather, Heike Brüning, Gisela Meyer und seit Jahren Christine Tewes haben unseren Kreisverband über die Grenzen des Landkreises bekannt gemacht“.

Der Verband bietet Vertretung der berufsständigen Interessen der Frauen in der Landwirtschaft, aber auch die Förderung der Landfrauenvereine sowie der Führungs- und Nachwuchskräfte. Ganz stolz kann der Verband auf das Projekt „Kochen mit Kindern“ sein, so Annameta Rippich. „Dieses Projekt wurde 2003 vom NLV aufgelegt und von Birgit Stöver, Christine Tewes und mir in unseren Verband aufgenommen, ausgearbeitet und weiterentwickelt. Die Erfolgsprojekte wie „Kochen mit Kindern“ und seit 2015 „vom Hof auf den Teller“ erfüllen mich mit Stolz“.

Damals und auch heute noch ist die Lebensmittelverschwendung ein großes Thema, mit dem auf dem „Tag des offenen Hofes“ in Haberloh in die Öffentlichkeit gegangen wurde. Weitere Erfolgsmodelle sind „Dörfer öffnen ihre Gärten“, die Tarmstedter Ausstellung, die „Stallgasse“ in Verden, regionale Speisen, die „Interkulturelle Kochwerkstatt“ sowie die „Hansa-Life“ in Bremen. Auch die Begegnungen mit Landfrauen bei Bausteinseminaren, Schulungen, Projekttagen sowie Delegiertenversammlungen waren eine Bereicherung, stellte Annameta Rippich fest.

Aber auch an der NLV-Fahrradtour rund um den Maschsee für einen guten Zweck und später beim DLV in Berlin die Scheckübergabe und die Besuche der Delegierten im Bundestag stechen hervor. „Wir haben im Verband Frauen aus jeder Generation“ freute sich Annameta Rippich und dankte für die gute Arbeit der Ortsvertrauensfrauen als Bindeglied zwischen Mitglied und Vorstand. Sie lobte die Landfrauen, die mit Engagement, Hingabe und Kompetenz in den Ortsvereinen wirken. Ganz erfreut ist sie, dass auf Kreisebene eine Gruppe „Junge Frauen“ gefunden wurde.

Der Kreisverband zählt 71 Jahre, Vereine wie in Achim und Verden sind bereits 72 Jahre alt. Im nächsten Jahr erreicht der Verein Ottersberg die 70 Jahre, die Ortsvereine Posthausen und Thedinghausen in zwei bzw. vier Jahren. 2.000 Mitglieder zählt der Kreisverband. „Einzeln sind wir ein Wort – gemeinsam ein Gedicht“. Auzfgeschlossen und engagiert für die Belange des ländlichen Raums sollen die Landfrauen auftreten.

„Ich habe mit Herzblut und Elan dieses Ehrenamt bekleidet“ so die scheidende Vorsitzende. Stellvertretend für alle Landfrauen im Kreisverband erhielt sie im Jahr 2017 das „Ehrenzeichen des Niedersächsischen LandesFrauenverbandes“ in Anerkennung besondere Verdienste in die Landfrauenarbeit. Die Berufung in den Zentralausschuss der Albrecht-Thaler-Gesellschaft 2013 ist eine Anerkennung der Verdienste des Engagements für Frauen, für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum.

Mit einem lang andauernden Applaus verabschiedete sich Annameta Rippich aus der Vorstandsarbeit. In Gedichtform bedankte sich Martina Meyer für die Landfrauen und auch die Beraterin der >Landschaftskammer Christine Tewes schloss sich diesem Dank an. Und dann schleppten die anwesenden Landfrauen einen riesigen Apfelbaum in den Saal des „Waldschlößchens“. Mechthild Lüdemann hatte dieses Superexemplar der Marke „Herbstprinz“ organisiert. „Der Baum war aber teuer“ war die erste Reaktion, bevor die Freude sichtbar wurde und Annameta Rippich sich mit einem Glas Sekt verabschiedete.

Achimer Kreisblatt / hu