„Auf den Spuren von Martin Luther“
















Zum 500. Jahr der Reformation wandelten einige Damen des LandFrauenvereins Achim und Umgebung 3 Tage lang auf den Spuren von Martin Luther. Die geschichtsträchtige Reise begann in Eisenach. Mit der Besichtigung einer der bedeutendsten Burgen Deutschlands- der Wartburg. Die weithin zu sehende Burg ist Zeuge von mehr als 900 Jahren bewegter deutscher Geschichte, sie ist eines der Nationalheiligtümer, ein Mythos. Die UNESCO hat die Wartburg in die Welterbeliste aufgenommen.

Auf der Wartburg gaben sich viele Persönlichkeiten – u.a. Goethe, Bach und Wagner – die Ehre. Es fanden div. Sängerwettstreits statt . Hier gibt es auch die Sage um die „Heilige Elisabeth“ und auch Martin Luther fand hier Unterschlupf. Unter dem Decknamen „Junker Jörg“ übersetzte der Reformator hinter den dicken Mauern in seinem spartanisch eingerichtetem Quartier - der Lutherstube - das Neue Testament ins Deutsche. Hier soll Luther angeblich auch eines Nachts mit einem Tintenfass geworfen haben um den Teufel zu verjagen.

Am 2. Tag stand morgens der Besuch der geistigen Heimat Luthers auf dem Programm. Mit einer Stadtführerin im historischen Gewand wurde die Landeshauptstadt Thüringens Erfurt erkundet. Hier gab es viel Wissenswertes aus dem Leben des Martin Luthers zu erkunden. Zu besichtigen waren dann auch die klassischen Sehenswürdigkeiten wie Dom, Severinkirche, die reichen Patrizier – und reizvollen Fachwerkhäuser, der Fischmarkt sowie der in Europa einzigartigen durchgängig bebauten und bewohnten Krämerbrücke. Am Nachmittag erfolgte noch der Besuch des Augustinerklosters zu Erfurt mit der Dauerausstellung zum Thema: Bibel-Kloster-Luther. Die dortige Lutherzelle konnte auch besichtigt werden.

Am letzten Tag der Geschichtsreise stand der Besuch der Lutherstadt Wittenberg auf dem Programm. Das Motto „Die Spuren des Reformators“ war auch bei dieser Stadtführung Programm. Vom historischen Marktplatz aus mit seinen stattlichen Bürgerhäusern, dem Lutherdenkmal ging es weiter zum Geburtshausensemble, der Taufkirche St. Petri-Pauli, der Andreaskirche mit der in Europa einmaligen Steinbilderbibel, dem Melanchthonhaus und zu den Höfen des bekannten Malers Chranach sowie zum Haus von Martin Luther, in dem er mit seiner Ehefrau Katharina Bora und seinen 6 Kindern lebte. Die Plastik von Katharina Bora stand vor dem Haus, das Streicheln des Ringes an ihrer Hand soll übrigens Glück bringen.

Den Abschluss der Stadtführung bildete der Besuch der Schlosskirche. Hier hatte Martin Luther am 31.10.1517 seine 95 Thesen an das Tor geschlagen.

Der Geschichte an den Originalplätzen nochmals zu begegnen, das ist schon etwas ganz besonderes und sehr empfehlenswert.

Bericht und Fotos:
Marie-Luise Wilkens

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