Das Kuh-Mobil ein Publikumsmagnet der diesjährigen Stallgasse



Waren Sie schon einmal zu Besuch in einem Kuhapartment? Nein? Die Landfrauen aus dem Kreis Verden präsentierten bei der diesjährigen Stallgasse interessierten Besuchern das Kuh-Mobil und sorgten so für einen wahren Publikumsmagneten.

Über moderne Milchviehhaltung in deutschen Ställen informieren und mit den Verbrauchern in Kontakt treten, stehen beim Kuh-Mobil an erster Stelle. Der Kuhstall auf Rädern stellt mit seinen verschiedenen Elementen den Lebensalltag einer Kuh dar. Er veranschaulicht, dass moderne Milchviehhaltung höchsten Ansprüchen an Tierschutz und Tierwohl gerecht wird. Dies beginnt etwa bei der Fütterung oder den Haltungsbedingungen. Anbindehaltung war gestern, moderne Ställe bieten den Milchkühen von heute einen deutlich höheren Komfort. Ob Liegebox mit Matte, Kuhbürste, Spaltenbodenauflagen, Futterecke mit Fressgitter, Futtertisch und Tränke oder Tandem-Melkstand, das Kuh-Mobil macht moderne Milchviehhaltung für die Besucher erlebbar. Fachkundig und verständlich vermittelten die Verdener Landfrauen den zahlreichen kleinen und großen Besuchern viel Wissenswertes rund um das Endprodukt Milch. Wichtig hierbei: Nur wenn es der Kuh gut geht, gibt sie eine entsprechende Leistung.

Positiv überrascht von dem großen Interesse zeigte sich Annameta Rippich, Vorsitzende des Kreislandfrauenverbands Verden. Für Rippich steht der direkte Dialog zwischen Erzeuger und Verbraucher zunehmend im Fokus. „Auch in landwirtschaftlich geprägten Regionen erkennen wir eine zunehmende Skepsis in der Bevölkerung gegenüber der modernen Nutztierhaltung. Leider ist es den Landwirten häufig nicht möglich, jedem Interessierten die Ställe zu öffnen. Mit dem Kuh-Mobil des ‚Forums Moderne Landwirtschaft‘ haben wir einen Beitrag zum offenen Dialog mit dem Verbraucher geleistet“, stellt die Kreisvorsitzende fest.

Gerade im Hinblick auf die aktuelle Situation der Milchbauern, die momentan mit einem extrem niedrigen Milchpreis zu kämpfen haben und viele Betriebe substanziell belaste, zeige, wie wichtig und notwendig ein sachlich geführter und ideologiebereiter Dialog sei, so Rippich. Mit ihrer Informationsaktion wollten die Landfrauen ein deutliches Zeichen gegen Milch als anonymes Produkt setzen, das im Supermarkt ohne jeglichen Bezug zu seiner landwirtschaftlichen Herkunft gekauft wird. Die Sensibilisierung der Verbraucher für das Produkt und dessen Erzeuger stand bei der Stallgasse in Verden dabei im Mittelpunkt.

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