Sizilien, das Land, wo die Zitronen blühen


Im April 2007 plant der Kreisverband der Landfrauenvereine des Kreises Verden eine Fahrt nach Sizilien.

Reisetermine:
13.-20. April 2007 (nur für Mitglieder)
16.-23. April 2007 (für Mitglieder und Partner)

1. Tag: Hannover - Catania - Palermo

Treffen der Teilnehmer und Transfer zum Flughafen Hannover. Gemeinsamer Check-in und Flug nach Catania mit Zwischenstopp in Nürnberg. Nach Ankunft Begrüßung durch die örtliche Reiseleitung und Transfer zum **** Hotel San Paolo Palace in Palermo. (Transferzeit ca. 2,5 Stunden). Nachdem wir unsere Zimmer bezogen haben, steht uns je nach Ankunftszeit der Rest des Tages zur freien Verfügung. Abendessen im Hotel.

2. Tag: ganztägiger Ausflug Palermo - Monreale

Frühstück im Hotel. Den Vormittag füllt die Besichtigung von Palermo aus, der Stadt, in der sich byzantische, arabische und normannische Einflüsse z einer harmonischen Symbiose zusammenfinden. Sie besuchen hier u.a. die Kirche San Giovanni degli Eremiti und - falls es die Zeit erlaubt - La Martorana. Ferner besichtigen wir den Normannenpalast mit der herrlichen Capella Palatina, die über und über mit wertvollsten Mosaiken geschmückt ist. Ein weiterer Höhepunkt ist die Besichtigung des im Jahre 1185 entstandenen Domes von Palermo, in dem Friedrich II seine letzte Ruhestätte fand.

Das kleine Städtchen Monreale liegt malerisch auf einem Hügel oberhalb Palermos. wuchtig schwer und kraftvoll von außen, leicht und zart im Innern, thront die Kathedrale mit ihren mächtigen türmen über der Stadt. Ein Kreuzgang mit 228 Doppelsäulen - von der keine der anderen gleicht - shcließt sich an die Kathedrale an. Sizilianische, apulische, byzantinische und arabische Steinmetze meißelten die Kapitelle mit ihren Darstellungen von Menschen, Tieren, Fabelwesen und Szenen aus dem religiösen Leben. Am Nachmittag Rückkehr zum Hotel. Abendessen im Hotel.

3. Tag: Agrigento - Piazza Armerina - Giardini Naxos

Frühstück im Hotel. Agrigento, einst von Pindar als "schönste der sterblichen Städte" besungen, leidet heute ein wenig unter dem schweren Erbe seiner großen Vergangenheit. Wie zum Trotz haben die Sizilianer die höchsten Wolkenkratzer Siziliens hier aufgetürmt, die der Stadt ein wenig erfreuliches Äußeres verleihen. Ganz im Gegensatz zur Stadt Agrigento liegt in Ruhe und Abgeschiedenheit das Tal der Tempel. Mimosenbäume greifen mit blütenübersäten Ästen hinab zum hohen saftigen Gras und knorrige Olivenbäume säumen die Wege. Hier finden Sie einen der besterhaltenen Tempel der griechischen Welt - den Condordia-Tempel.

In den Jahren 480 bis 430 v. Chr. errichtet, diente er vom 6.-18. Jahrhundert als christliches Gotteshaus und blieb nicht zuletzt dadurch so gut erhalten. Auf unserer Reise durch die Zeit werden wir viele interessane und unerwartete Geschichten zu den antiken Bauwerken auf unserem Weg durch das Tal der Tempel hören. Weiter geht die Fahrt nach Piazza Armerina. Von der ehemaligen Lombardensiedlung windet sich ein Straßchen 6 km südlich durch sanfte Hügellandschaften bergab.

Zypressen, Eukalyptus, Pinien und Eichen bilden ein Spalier - das passende Entree zu einer der größten Sehenswürdigkeiten der Insel - der Villa del Casale. Hier präsentieren sich dem Besucher auf einer Fläche von 3500 m² prächtigste Fußbodenmosaike. Nordafrikanische Künstler haben für römische Herrscher prachtvolle Kunstwerke aus Stein geschaffen. Die Villa Casale ist eines der schönsten Zeugnisse elitären römischen Wohnens. Am späten Nachmittag kommen wir in Giardini Naxos an. Bezug der Zimmer im ****Hotel Naxos Beach oder Holiday Club Naxos und anschließend Abendessen.

4. Tag: ganztägiger Ausflug Alcantara Grotte und Castiglione

Frühstück im Hotel. Am Morgen besuchen wir zunächst eine Orangenplantage, wo wir sicher Neues und Wissenswertes über den Anbau dieser in Sizilien häufig vorkommenden Citrusfrucht erfahren werden.

Im Hinterland zwischen Taormina und Giardini Naxos befindet sich der Parco Fluviale dellAlcantara (ca. 1927 ha). Es handelt sich um eine nur wenige Meter breite, aber über zwanzig Meter tiefe Schlucht, die der Fluß Alcantara in die Lavaschichten gegraben hat. Der Abstieg in die Schlucht ist entweder mit einem Lift (Kosten ca. 3 €) oder über eine Treppe vom Besucherparkplatz aus möglich. Gummistiefel können vor Ort geliehen werden. Castiglione liegt auf einer Höhe von 624 Metern inmitten der reizvollen Hügellandschaft nordöstlich vom Ätna. Die Häuser der Stadt schmiegen sich an einen Berghügel mit dem mittelalterlichen Castel Leone, de Casttiglione seinen Namen verdankt. Hier stehen auch die Überreste des Canizzu-Turmes, der der Legende nach vom Blitz gespalten wurde. Einen Besuch lohnen die engen Gassen und die zahlreichen historischen Gebäude der Stadt wie z.B. die Cuba di Bizantina (6. Jhd.) oder die Chiesa San Antoni (17. Jhd.) Nach einer Besichtigung und einem Bummel durch die Stadt fahren wir zurück ins Hotel nach Giardini Naxos. Abendessen und Übernachtung im Hotel.

5. Tag: ganztägiger Ausflug Syrakus

Frühstück im Hotel. Am Vormittag fahren wir zum Dorf Floridia, wo eine der ortsansässigen Käsereien besucht wird. Nach dem Mittagessen geht es dann weiter nach Syrakus, der Stadt des Archimedes. Wir besuchen das historische Zentrum der Stadt. Syrakus bietet unzählige Zeugnisse seiner großen und bewegten Vergangenheit, z.B. die "Quelle der Arethusa", das griechische Theater, das römische Amphitheater, sowie die monumentalen Steinbrüche mit dem "Ohr des Dionysos". Nachmittags fahren wir zurück nach Giardini Naxos. Abendessen und Übernachtung im Hotel.

6. Tag: ganztägiger Ausflug zum Ätna und nach Taormina

Frühstück im Hotel. Das Wahrzeichen Siziliens ist der Ätna, größter aktiver Vulkan Europas und einer der größten der Welt. Mit seinen 3350 m Höhe bildet er den Hintergrund einer Vielzahl von Landschaften Siziliens, da er aus einer Entfernung von bis zu 250 km sichtbar ist. Der Ätna - sein Name leitet sich aus dem Sanskrit ab und bedeutet "der Brennende" - ist ständig in Bewegung. Jedoch ist der Ätna ein "guter Vulkan", denn er drückt seine Lava ganz gemach aus den Felsspalten und Ritzen der Hänge und bietet mit seiner Asche und Lava die Grundlage für fruchtbare Böden und eine reichhaltige Vegetation.

Wir erreichen mit dem Bus eine Höhe von ca. 1900 m. Von hier besteht die Möglichkeit mit einem speziellen Fahrzeug bis zum Kraterrand zu fahren. Dies kann jedoch nur vor Ort gebucht werden und es ist sehr teuer, ca. 43,- € pro Person. Doch auch schon auf der Fahrt und vom Parkplatz aus bietet sich uns ein wunderschöner Panoramablick über die Küstengebiete am Fuße des Vulkans.

Auf der Fahrt nach Taormina steht ein Besuch eines Weingutes auf dem Programm. Wir machen eine Weinprobe der hervorragenden sizilianischen Weine, zu denen Brot und Oliven gereicht werden. Am Nachmittag steht die Besichtigung von Taormina, der "Perle des ionischen Meeres", an den Abhängen des Monte Tauro gelegen und bereits von Goethe ob seiner Schönheit in seiner "italienischen Reise" literarisch verewigt, auf dem Programm. Abendessen und Übernachtung im Hotel.

DER BESONDERE TAG:
7. Tag: Ausflug zu den Liparischen Inseln


Nordöstlich von Sizilien im Tyrrhenischen Meer liegt die wunderschöne Inselgruppe der Äolischen Inseln. Im Deutschen sind sie eher bekannt als die Liparischen Inseln, in Italien spricht man aber ausschließlich von Le Isolde Eolie. Benannt wurden sie nach dem Windgott Äolus. Seit 2000 stehen sie auf der UNESCO-Liste des Weltnaturerbes. Bei allen Inseln handelt es sich um Vulkaninseln. Man sagt, sie gehören zu der Vulkankette, die sich vom Vesuv bei Neapel bis zum Ätna auf Sizilien zieht. Auf den beiden jüngsten, Stromboli und Vulcano, sind die Vulkane noch aktiv.

7 Inseln gehören zu den Äolischen Inseln: Panarea, Alicudi, Filicudi, Stromboli, Vulcano, Salina und Lipari. Alle Inseln sind nur mit Fähre oder Boot zu erreichen. Ein Ausflug zu den Inseln ist in vielerlei Hinsicht interessant, denn jede Insel hat ihre Besonderheiten und ihr eigenes Gesicht: Stromboli ist bekannt für seinen Vulkan. Viele Tagesausflügler kommen, um die beeindruckenden Ausbrüche zu bewundern. Vulcano lockt mit gesunden Dmpfen und Schlammbädern. Salina ist die grünste der Inseln. Sie ist bekannt für ihre Kapern, Wein und Zitrusfrüchte. Die größte äolische Insel ist Lipari. Sie ist das Verwaltungszentrum der Inseln und zieht die meisten Touristen an..

Wir fahren nach dem Frühstück im Hotel mit dem Bus nach Milazzo. Überfahrt nach Lipari. Ca. 1,5 Stunden dauert die Inselrundfahrt. Anschließend Überfahrt nach Vulcano; hier besteht die Möglichkeit zum Baden in der Schwefelquelle. Überfahrt zurück nach Milazzo und mit dem Bus zurück zum Hotel. Abendessen und Übernachtung im Hotel.

8. Tag: Rückreise Catania - Hannover - Verden

Nun noch ein Tipp zum Schluss: Interessante Informationen über Sizilien finden Sie im Internet unter www.italien-inseln.de und schöne Fotos unter www.sizilien-rad.de.

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